Mit einem traditionellen Richtfest hat die Gemeinde Bösel am 23. Juni 2026 einen wichtigen Meilenstein beim Neubau des Gemeindebauhofes an der Glaßdorfer Straße gefeiert. Auf dem rund 1,5 Hektar großen Grundstück entsteht derzeit ein moderner, zukunftsfähiger Standort für den Bauhof der Gemeinde.
Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Handwerk und Bauwirtschaft, der Bauhofmannschaft sowie Nachbarn und Vertreter des Kleintierzuchtvereins verfolgten das Zeremoniell. Die Zimmerleute der Zimmerei Diekmann aus Friesoythe setzten mit Richtkrone und Richtspruch den symbolischen Höhepunkt der Feier und signalisierten damit den erfolgreichen Abschluss dieser wichtigen Bauphase.
Bürgermeister Hermann Block begrüßte im Namen der Gemeinde Bösel insbesondere die Handwerkerinnen und Handwerker der bauausführenden Firmen sowie die Architekten der 3D-Architekturwerkstatt aus Leer, Frau Schulz und die Herren Norrenbrock und Macke, und Michael Block vom Planungsbüros „Wessels und Grünefeld“ Ingenieurberatung. Sein Dank galt außerdem den Vertreterinnen und Vertretern von Rat und Verwaltung, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bauhofes, den Nachbarn sowie dem Kleintierzuchtverein als Mitnutzer des alten und – künftig eingeschränkt – auch des neuen Standortes.
Ein weiterer Schwerpunkt des Tages: die künftige Nachbarschaft zur neuen Wertstoffsammelstelle. Petra Hinrichs, Abteilungsleiterin Abfallwirtschaft beim Landkreis Cloppenburg, und ihr Kollege Ulrich Riethmüller überbrachten die gute Nachricht, dass nun auch mit der Errichtung der neuen Wertstoffsammelstelle auf dem Gelände des Bauhofes begonnen werden kann – die Baugenehmigung liegt vor.
In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Block die Bedeutung des Neubaus für die Gemeinde: Der bisherige Bauhof entspreche weder den heutigen technischen noch den betrieblichen Anforderungen, sei in die Jahre gekommen, weise erhebliche bauliche Mängel auf und sei „abgängig“. Mit dem Neubau werde nun ein zeitgemäßer Standort geschaffen, der gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten bietet und die Leistungsfähigkeit des Bauhofes nachhaltig stärkt. Künftig können hier auch weibliche Fachkräfte ausgebildet und beschäftigt werden.
Der neue Bauhof umfasst moderne Büro- und Aufenthaltsräume, einen zeitgemäßen Sanitärbereich, eine beheizbare Werkstatt sowie eine großzügige Halle für den Fuhrpark und die Gerätschaften des Bauhofes. Ergänzt wird der Neubau um weitere funktionsgerechte Flächen und Anlagen, die für reibungslose Arbeitsabläufe sorgen. Damit wird die Grundlage dafür geschaffen, dass die vielfältigen Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge – von der Straßenunterhaltung über die Grünflächenpflege bis hin zum Winterdienst und der Rufbereitschaft rund um die Uhr – auch künftig zuverlässig erfüllt werden können.
Die Gemeinde Bösel investiert gut 2,5 Millionen Euro in den Neubau. Der Bauantrag wurde im April 2025 gestellt, die Baugenehmigung ging Ende August 2025 ein. Im September 2025 starteten die Arbeiten, der offizielle erste Spatenstich erfolgte am 23. September 2025. Wenn alles nach Plan läuft, soll der Baukörper Ende dieses Jahres bezugsfertig sein. Spezielle Förderprogramme werden für das Projekt nicht genutzt; die Gemeinde wird jedoch rund 330.000 Euro aus dem ihr zustehenden Fördertopf des Landes im Rahmen des Paktes für Kommunalinvestitionen abrufen.
Der amtierende Rat hat die Projektierung des Bauhofes intensiv begleitet. Gemeinsam mit dem Bauhof-Team diente der noch junge Baubetriebshof in Hesel als Vorbild, auch dort war die 3D-Architekturwerkstatt aus Leer beteiligt. Entsprechend groß war die Freude, dass das Richtfest noch in der laufenden Ratsperiode gefeiert werden konnte.
Mit Blick auf den Kleintierzuchtverein, der mit Aufgabe der alten Liegenschaft sein bisheriges Domizil verliert, hob Bürgermeister Block hervor, dass der Neubau künftig weiterhin – wenn auch eingeschränkt – für die jährliche Kleintierzuchtausstellung genutzt werden kann. So bleibt die langjährige Verbundenheit zwischen Verein und Bauhofstandort bestehen.
Zum Abschluss dankte der Bürgermeister allen beteiligten Planungsbüros, den ausführenden Handwerksunternehmen, den Mitarbeitenden von Verwaltung und Bauhof sowie allen weiteren Beteiligten, die zum zügigen Baufortschritt beigetragen haben. Er wünschte einen weiterhin unfallfreien Bauverlauf und gutes Gelingen für die noch anstehenden Arbeiten – in der Hoffnung, dass auch der dann „alte“ Rat und der „alte“ Bürgermeister bei der späteren Einweihung wieder mit dabei sein werden.
Mit dem anschließenden Richtspruch und dem symbolischen Akt der Zimmerleute von der Firma Diekmann klang das Richtfest in geselliger Runde aus. Der neue Gemeindebauhof wird nach seiner Fertigstellung die zentrale Basis für die Arbeit des Bauhofteams bilden und damit einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde Bösel leisten.

