Bürgermeister Hermann Block verkürzt Amtszeit – Neuwahl bereits 2026

Hermann Block, seit dem 12. März 2006 Bürgermeister der Gemeinde Bösel, hat entschieden, seine Amtszeit zu verkürzen und damit den Weg für eine Bürgermeisterwahl am 13. September 2026 freizumachen.

„Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen“, betont der 59-Jährige. In der Rückschau habe man, gemeinsam mit Rat und Verwaltung, die Gemeinde städtebaulich und infrastrukturell sichtbar weiterentwickelt. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht und wichtige Investitionen auf den Weg gebracht.“ Für die konstruktive Zusammenarbeit mit den politischen Gremien und in der Umsetzung mit der Verwaltung zeigte sich der Bürgermeister ausdrücklich dankbar.

Das Bürgermeisteramt sei eine sehr anspruchsvolle und zeitintensive Aufgabe, die bewusst auf Zeit angelegt sei, um neue Impulse und Perspektiven für die Entwicklung einer Gemeinde zu ermöglichen. Mit Blick auf die Ziele der vergangenen Wahlperioden sei ein großer Teil bereits umgesetzt oder angestoßen worden.

„Ich bin überzeugt, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für diesen Schritt ist“, so Block weiter. Es seien viele wichtige Grundlagen geschaffen worden – sowohl strukturell als auch baulich. Damit bestehe eine stabile Basis für eine Nachfolge, die eigene Akzente setzen und die Gemeinde weiterentwickeln könne.

Bis zum Ende seiner Amtszeit will der Bürgermeister die laufenden Projekte weiterhin mit voller Kraft begleiten. In den kommenden Monaten stünden noch bedeutende Vorhaben und wichtige politische Entscheidungen an, die er gemeinsam mit Rat und Verwaltung voranbringen und teilweise abschließen möchte.

Nach seinem Ausscheiden plant Hermann Block, sich beruflich neu zu orientieren - mit stärker planbaren und selbstbestimmten Arbeitszeiten.

 

Nachfolgend die Pressemitteilung von Bürgermeister Hermann Block:

Verkürzung der Amtszeit – Neuwahlen am 13. September 2026

Bösel. Ich habe mich entschieden, die Möglichkeit, meine Amtszeit auf den 31.10.2026 zu verkürzen, in Anspruch zu nehmen. Damit findet die Neuwahl des Hauptverwaltungsbeamten der Gemeinde Bösel am allgemeinen Kommunalwahltag, Sonntag, 13. September 2026, zusammen mit der Wahl des Rates, Kreistages und Landrates statt.

Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, denn in der Rückschau haben wir, Rat und Verwaltung, die Gemeinde städtebaulich und infrastrukturell sichtbar positiv weiterentwickelt. Der Rat hat dafür die Rahmenbedingungen hergestellt und der Verwaltung und mir die entsprechenden Gestaltungsspielräume in der Umsetzung gegeben. So konnten Jahr für Jahr millionenschwere Investitionen auf den Weg gebracht werden, um an der Zukunftsgestaltung der Gemeinde zu arbeiten. Für diese gute Zusammenarbeit bin ich allen Beteiligten sehr dankbar. Wir haben in den vergangenen 20 Jahren zusammen viel bewegt. 

Das Bürgermeisteramt ist eine anspruchsvolle und zeitintensive Aufgabe und auf Zeit angelegt, um regelmäßige Impulse und neue Perspektiven für die Entwicklung einer Gemeinde zu ermöglichen. Mit Blick auf meine Agenda der letzten und der aktuellen Wahlperiode haben wir einen großen Teil der Ziele erfüllt bzw. bereits beschlossene Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Und bis zum Ende der Wahlperiode haben wir in den nächsten sieben Monaten noch wichtige Projekte vor uns, die wir noch entscheidend voranbringen und teilweise noch abschließen wollen.

Ich habe meine Aufgaben mit Überzeugung ausgeübt und es hat mir Spaß gemacht, in der Zusammenarbeit mit allen Entscheidungsträgern gemeinsam Projekte auf den Weg zu bringen und die Gemeinde zu repräsentieren. Gleichzeitig ist dieses Amt mit einer hohen Verantwortung und einer sehr starken zeitlichen Beanspruchung verbunden. Mit fast 60 Jahren beim Wechsel der Wahlperiode ist es für mich aber auch die letzte Chance, noch einmal einen anderen beruflichen Weg zu gehen, mit planbaren und selbstbestimmten Arbeitszeiten. Konkrete Planungen gibt es noch nicht.

Ich bin davon überzeugt, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für diesen Schritt ist. Es sind viele Pflöcke eingeschlagen worden - baulich wie strukturell. Damit ist eine stabile Grundlage geschaffen, auf der meine Nachfolge aufbauen, sich einarbeiten und dann für die neue Amtszeit des Rates eigene Impulse und Akzente setzen kann.

Bis dahin stehen aber noch einige planerische Weichenstellungen für die Zukunft der Gemeinde an, die jetzt noch in den politischen Gremien beraten und beschlossen werden müssen.   

Weitere Zitate:

„Zu den prägenden Meilensteinen der 20-jährigen Tätigkeit für die Gemeinde Bösel gehören für mich die abgeschlossene Dorferneuerung sowie die darauf aufbauende städtebauliche Sanierung des Ortskerns von Bösel, die wohnbauliche Entwicklung in zentraler Ortslage von Petersdorf und Bösel und die Bereitstellung inzwischen ausreichender Kindergarten- und Schulplätze. Das hat Bösel gerade für junge Familien deutlich attraktiver gemacht“.

„Trotz der millionenschweren jährlichen Investitionen ist es uns gelungen, dank Einwerbung erheblicher Fördermittel über Jahre hinweg die Verschuldung auf einem moderaten Niveau von heute deutlich unter fünf Millionen Euro zu halten“.